
Einmal quer und zurück - Von Stavoren über Enkhuizen und Lemmer nach Hindeloopen (Holland)

Was für ein Törn das ist
Vier Tage, 48 Seemeilen, vier Häfen — und auf der ganzen Runde kein einziger Schleusen- oder Brückentermin. Das ist der Rahmen. Was ihn trägt, ist das Revier.
Das IJsselmeer ist ein Binnenmeer ohne Tide: rund fünfzig Kilometer lang, ringsum von Deichen gefasst, selten tiefer als fünf Meter. Das klingt harmloser, als es ist. Gerade weil das Wasser so flach steht, baut sich ab fünf Windstärken eine kurze, steile See auf, die unangenehmer schlägt als die lange Dünung draußen. Dafür ist der nächste Hafen nie weiter als zwei, drei Stunden entfernt — man kann eine Etappe streichen, ohne dass der Törn kippt.
Gesegelt wird von Stavoren aus, dem Außenhafen direkt am See. Der Mittwochnachmittag gehört der Übernahme: Schiff, Einweisung, Kojen, Proviant. Abends wird entschieden, herum welche Richtung die Runde läuft — das sagt der Wetterbericht, nicht der Plan.
Vier Tage, vier Gesichter
Der Donnerstag ist der Sprung ans andere Ufer: zwölf Meilen quer über den See nach Enkhuizen, auf der Linie der alten Zuiderzee-Fähre. Enkhuizen ist der schönste Hafenort des Reviers — Altstadt, Zuiderzeemuseum, die Bruine Vloot mit ihren Plattbodenschiffen im Binnenhafen. Ein halber Tag dort ist keine Pause, sondern der Grund, warum man hinfährt.
Der Freitag ist der Segeltag: neunzehn Meilen diagonal über das ganze Becken nach Lemmer, bei Südwest fast platt vorm Laken. Unterwegs die Steile Bank, an der jedes Jahr Boote auflaufen — südlich vorbei, dann ist es der entspannteste Schlag der Woche.
Der Samstag ist kurz, und das mit Absicht. Dreizehn Meilen die friesische Küste hinauf nach Hindeloopen, mit halbem Wind. Der Hylper Haven, der alte Fischereihafen mitten im Ort, hat nur rund vierzig Plätze und ist der gefragteste Liegeplatz der Küste — wer früh da ist, bekommt einen. Längsseits an der alten Kaje, Restaurants und die Hindelooper Malereien in Sichtweite.
Der Sonntag ist keiner mehr: vier Meilen zurück nach Stavoren, vierzig Minuten. Selbst gegen den Wind ist das eine Stunde. Genau dafür liegt Hindeloopen am Ende und nicht in der Mitte — der letzte Tag kann nicht mehr schiefgehen, egal was das Wetter macht.
Was euch erwartet
Mai auf dem IJsselmeer heißt: zwölf bis siebzehn Grad tagsüber, Wasser um dreizehn, und Abende, die bis kurz nach neun hell bleiben. Das Segeln ist entspannt — drei bis dreieinhalb Stunden am Tag, Nachmittag und Abend gehören dem Hafen. Wer mehr Meilen will, hängt Medemblik an den Donnerstag oder Urk an den Freitag; beides steht im Plan.
An Bord gehören warme Schichten und Ölzeug, auch bei bestem Wetterbericht — über dem flachen Wasser kühlt es abends schnell aus, und der Wind kann laut KNRM binnen zehn Minuten von zwei auf sechs auffrischen.
Kojen werden über das eigene Profil angefragt. Melde dich an — oder leg in zwei Minuten ein Konto an.
Nach der Anmeldung landest du wieder auf diesem Törn.
Einmal quer und zurück
Törnplanung ab Stavoren, Außenhafen
Von Stavoren über Enkhuizen und Lemmer nach Hindeloopen — 48 Seemeilen auf drei Segeltage, und der letzte Schlag ist vier Meilen lang. Kein Schleusen- oder Brückentermin auf der ganzen Runde.
Start am 05.05.2027 um 18:00 Uhr
IJsselmeer-Toern-Stavoren-Mai-2027.pdf 458 KB · öffnet in neuem Tab- 01 Stavoren
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